Neuseeland 5 - Rückkehr nach Auckland - Bettina & Rolf Sparthmann unterwegs!

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Maori-Versammlungshaus südlich Akaroa
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Neuseeland - März und April 2016
Rückkehr nach Auckland

 
Von Dunedin nach Christchurch

Wir verlassen Dunedin und folgen der schönen Küste nach Norden Richtung Christchurch. Unterwegs bestaunen wir am Strand des kleinen Fischerortes Moeraki die berühmten Boulders. Hierbei handelt es sich um große Gesteinskugeln mit bis zu 3 m Umfang, die nur bei Ebbe zu sehen sind. Über die Entstehung dieser Kugeln sind die Wissenschaftler sich nicht einig. Angeblich haben sie sich vor ca. 65 Mio. Jahren in einem 4 Mio. Jahre dauernden Prozess auf dem Meeresboden gebildet und sind vor 15 Mio. Jahren aus dem Meer aufgetaucht – und werden in 8 Mio. Jahren wieder verschwunden sein ….. ;-)? Schließlich erreichen wir Christchurch. Auf einem NZMCA-Platz können wir prima campen und per Bus in die Stadt fahren. Das Stadtzentrum ist immer noch eine riesige Baustelle. Nach einem Erdbeben im September 2010 kam es im Februar 2011 zu einem heftigen Nachbeben, das in einer Katastrophe endete: 185 Menschen starben, und 75 % der historischen Gebäude sowie unzählige Geschäfts- und Wohnhäuser, hauptsächlich im Stadtzentrum, wurden zerstört. Deshalb ist der vorherrschende Eindruck der von weiten Brachen, denn die unrettbaren Gebäude wurden inzwischen alle abgetragen und die Trümmer weggeschafft. Auch das Wahrzeichen der Stadt, die Christ Church Cathedral, ist nur noch eine Ruine. Noch immer ist nicht klar, ob sie wieder aufgebaut oder durch eine neue moderne Kirche ersetzt werden soll – gegen letzteres Vorhaben gibt es erhebliche Widerstände seitens der Bevölkerung. Die moderne Blechskulptur vor der Kathedrale, eine 18 m hohe Eistüte, hat das Beben allerdings überlebt. Unzählige leere Plätze lassen erkennen, dass hier einst große, vielleicht auch schöne Gebäude standen. Von einigen alten Häusern stehen nur noch Fassaden, die mit Türmen aus gestapelten Containern gestützt werden, um sie (noch) zu erhalten. Baulärm ist allgegenwärtig. Es entsteht ein völlig neues Stadtzentrum aus, wie jetzt schon zu erkennen ist, völlig gesichtslosen Gebäuden. Hinzu kommt, dass überwiegend Bürobauten entstehen, doch die Firmen, die hier einmal ihren Sitz hatten, sind gezwungenermaßen abgewandert und dürften nach Einschätzung von Ortsansässigen kaum wieder zurückkehren. Der Leerstand und die damit einhergehende Verödung der Innenstadt ist schon jetzt absehbar. Ob Christchurch jemals wieder eine attraktive Stadt sein wird, wagen wir zu bezweifeln. Die aus der Not heraus entstandene Container-City mit Restaurants und Läden, die je nach Baustellenfortschritt von einer Brache zur nächsten wandert, soll vielleicht als Denkmal erhalten bleiben. Ein weiteres Denkmal sind 185 weiße Stühle, alle unterschiedlich, die zur Erinnerung an die Erdbebenopfer vor der Übergangskathedrale aufgestellt wurden. Wir nehmen eine Auszeit von den Zerstörungen und besuchen den wunderschönen Botanischen Garten, der von den Beben nahezu verschont wurde. Uns begeistert der alte Baumbestand, darunter ein riesiger „Giant Redwood“ aus dem sonnigen Kalifornien. Durch den Garten schlängelt sich das kleine Flüsschen Avon, auf dem man sich wie im Spreewald in schmalen Booten geruhsam punten (staken) lassen kann. Wir besuchen das ebenfalls davongekommene Canterbury Museum, dessen Einzelausstellungen wirklich exzellent sind. U. a. wird das frühere Leben der Maoris sehr eindrucksvoll dargestellt, auch ihre Jagd auf den bereits um 1500 ausgestorbenen flugunfähigen Moa, der größte Vogel, der je auf der Erde lebte. Er wog etwa soviel wie 3 Hirsche, also genug Fleisch für einige Zeit für eine Großfamilie. Entsprechend schonungslos wurde er gejagt. Kitschig, aber nicht minder beeindruckend ist das im Museum aufgebaute Wohnzimmer eines neuseeländischen Paares, dessen Wände über und über mit Paua-Schalen verziert sind. Zu ihren Lebzeiten sah ihr komplettes Haus so aus – sogar für Neuseeland ungewöhnlich und damit museumsreif!
Von Christchurch zum Lake Tennyson
 
Wir verlassen Christchurch, um auf die im Osten vorgelagerte Banks-Halbinsel zu fahren, die vor ca. 8 Mio. Jahren durch zwei enorme Vulkanausbrüche entstanden ist. Entsprechend bergig ist die Landschaft. Es geht wieder reichlich rauf und runter, über teils sehr enge, kurvenreiche Straßen. Das Schicksal der Beifahrerin ist es, dass sie ins Fahrgeschehen (zum Glück für den Fahrer) nicht eingreifen kann. Bei entgegen kommenden Fahrzeugen in unübersichtlichen Kurven bleibt ihr lediglich, erschrocken „Achtung“ zu rufen, auf eine imaginäre Bremse zu treten oder sich auf schmalen Passagen mehr zur Wagenmitte hin zu setzen. Wir bummeln durch den kleinen Ort Akaroa, dessen französische Straßennamen an die Besiedlung durch Franzosen im 19. Jh. erinnern. Der Ort gefällt uns weniger, dafür aber die schöne Landschaft und der hoch am Berg auf einer Farm liegende Campingplatz mit weitem Blick auf die große Bucht Akaroa Harbour. Auf dem Camp geht es sehr familiär zu. Wir erhalten Äpfel aus eigenem Garten, Schafe laufen auf der Campingwiese herum und nehmen auch gerne mal ein Stück Pizza statt immer nur Gras. Der Farmer verliebt sich spontan in unseren Wagen und fragt ein wenig verklausuliert, wie wir denn die enge Zufahrt zu seinem Anwesen gemeistert hätten – irgendwelche Zäune in den Spitzkehren umgenietet!? Auf der Rückfahrt nach Christchurch über den Kraterrand sehen wir allerdings nicht viel, denn dichter Nebel hüllt uns ein. Wir verlassen nun bald die Küste, um ins Landesinnere nach Hanmer Springs zu gelangen, berühmt für seine Thermalquellen. Hier sind wir nun wieder am Fuß der Südalpen angekommen. Bereits 1859 wurden die heißen Quellen „entdeckt“, und schon ab 1878 gab es hier eine Umkleidekabine für Badetouristen. Wir sind aber auch hierher gekommen, um uns nach der Piste durch die Molesworth Farm zu erkundigen, die laut Auskunft eines DOC-Mitarbeiters (Department of Conservation) in Christchurch wegen schmaler Passagen und enger Spitzkehren für uns nicht befahrbar sein soll. Für diese Auskunft ruft er sogar die MAN-Website mit einem Bild unseres Wagenmodells auf! Hier im Info-Center schüttelt man nur ungläubig den Kopf. Wenn nicht wir mit unserem Fahrzeug, wer sonst könnte die Strecke befahren – und außerdem hätten die von DOC bekanntlich sowieso keine Ahnung! So ermutigt, geht es erst einmal zur Entspannung ins Thermalbad. Es handelt sich um einen großen Komplex mit einer Reihe von sehr hübsch mit Farnen und Büschen gesäumten unterschiedlich temperierten Becken (bis zu 41 Grad heiß). Wir genießen das warme Wasser mit Blick auf die Berge sehr! Am Fahrzeug treffen wir auf ein älteres Ehepaar (sie 87, er 85 Jahre), das sehr interessiert ist und viele Fragen über unsere Reisen stellt und nicht nur, wie die allermeisten Neuseeländer: „How do you like New Zealand?“. Beide sind sowohl geistig als auch körperlich recht fit. Sie ist auf dem Weg zum Tennis und verkündet stolz, dass sie die gefürchtetste Gegnerin auf dem Platz ist und einen (Alters-)Pokal nach dem anderen abräumt. Wie erfrischend! Sollten wir in dem Alter noch so gut drauf sein, können wir uns glücklich schätzen und werden uns dann einen 6x6 zulegen. Und dann geht es auf die Fahrt durch die Molesworth Farm, die wir in den nächsten Tagen problemlos erkunden werden. Die mit 180.476 ha größte Farm Neuseelands umfasst in einer wunderschönen Landschaft Höhen von 550 bis 2100 m. Die niedrigeren Erhebungen sind mit Tussock-Gras und Büschen bewachsen, Flüsse durchziehen die Hochtäler und in glasklaren Seen spiegeln sich die Berge. Das erste Haus der Station, die sich in 100 Jahren immer weiter vergrößert hat und heute aus vielen Gebäuden besteht, wurde 1866 errichtet. Seit dieser Zeit haben mehrere Besitzerwechsel stattgefunden, und seit 2005 befindet sich Molesworth in Staatsbesitz, verwaltet von DOC, denn sie soll auf Dauer in ihrer Größe erhalten bleiben. 95.000 Schafe haben das Land einst total überweidet, so dass Mitte des 20. Jh. eine Erholungsphase für die Vegetation eingeleitet werden musste und Schafe durch Rinder ersetzt wurden. Doch auch heute werden bis zu 10.000 Angus Rinder auf der Farm gehalten, während gleichzeitig Teile des gigantischen Areals der Erholung suchenden Allgemeinheit zugänglich gemacht wurde.
Abschied von der Südinsel
 
Vom 1.100 m hoch gelegenen Lake Tennyson wollen wir eigentlich nach St. Arnaud weiterfahren. Aber wegen heftiger Regenfälle weiter nördlich wurde die Piste dorthin vor ein paar Tagen gesperrt, so dass wir zurück nach Hanmer Springs müssen. Um auf der Weiterfahrt nach Norden die SH1 zu meiden, folgen wir der Inland Road nach Kaikoura. Dort lassen wir uns auf der Terrasse des alten Pier Hotels am Abend Seafood-Chowder und Paua/Abalone mit grünem Algensalat schmecken. Das ist einmal etwas anderes und schmeckt auch überraschend gut. Und den Blick auf die Bucht und die dahinter liegenden Kaikoura Berge bei Sonnenuntergang gibt es gratis dazu. Auf der Weiterfahrt nach Norden entlang der Felsenküste halten wir immer wieder an, um uns von den Pelzrobben und Meeresvögeln der Südinsel zu verabschieden. Das Gebiet um Blenheim herum ist eine einzige große Weinlandschaft und gehört zur Marlborough-Region, die 80 % der neuseeländischen Weinproduktion liefert. Zwischen den sanften Hügeln liegen große und kleine Weingüter. Schließlich erreichen wir den kleinen Fährhafen Picton. Wir bummeln durch den Ort und am Hafen entlang und treffen uns mit Laura und ihrer Freundin zum Kaffee und Austausch von Reiseerfahrungen. Laura gehört zu unserem Fanclub (ahäm!) – wir kennen uns von unseren Bildervorträgen in Amelinghausen und haben immer in losem Kontakt gestanden, nachdem wir entdeckten, dass wir alle Neuseeland-Reisepläne haben. Nach zwei Tagen nehmen wir die Fähre zurück zur Nordinsel, nach Wellington. Die Überfahrt erfolgt bei bestem Wetter, und mit etwas Wehmut genießen wir ein letztes Mal die wunderschöne Landschaft des Charlotte Sound.
Von Wellington nach Rotorua
 
 Wellington dient uns diesmal lediglich als Übernachtungsplatz. Von dort geht es nun entlang der uns noch unbekannten südlichen Westküste der Nordinsel zum kleinen Ort Foxton Beach mit langem, breitem Sandstrand. Oberhalb des Strandes erwartet uns nicht nur ein super Nachtplatz, sondern wir lernen auch zwei neuseeländische Paare kennen, mit denen wir einen sehr vergnüglichen, unterhaltsamen Abend verbringen. Endlich ist es wieder warm genug, um auch abends noch draußen sitzen zu können! Vorbei an Wanganui und Taupo erreichen wir zwei Tage später die Geothermalregion um Rotorua, die wir in den folgenden Tagen ausgiebig erkunden. Das Gebiet ist im wahrsten Sinne des Wortes ein heißes Pflaster: Überall dampft und brodelt es, Häuser werden mit Erdwärme beheizt und Strom in Geothermalkraftwerken erzeugt. Es kann passieren, dass man irgendwo steht und plötzlich nicht nur im übertragenen Sinne heiße Füße bekommt. Wir wandern durch das Buschland des Waimangu Volcanic Valley zum Lake Rotomahaua. Es gibt heiße Quellen, bunte Kraterseen, Sinterterrassen, dampfende Flussläufe und blubbernde Schlammtümpel zu bestaunen. Das Wasser des Inferno Kraters ist immerhin bis zu 84 Grad heiß! Das Tal entstand erst 1886 nach Ausbruch des Tarawera, den man für längst erloschen hielt. In einem weiteren Geothermalgebiet, Te Puia, mitten im Stadtgebiet von Rotorua, ist die größte Attraktion eine farbige Sinterplattform, die von mehreren Geysiren gebildet wurde. Der berühmteste ist der Pohutu. Er macht uns die Freude, seinen Heißwasserstrahl 30 m in die Höhe zu schießen, was er 2 bis 3 Mal pro Stunde tut. Der Ort Rotorua, dessen Vorgänger das Maori-Dorf Ohinemutu war, liegt in einer riesigen Caldera, in der auch der gleichnamige See liegt. An seinen Ufern wandern wir entlang und beobachten die riesigen Flottillen hübscher Schwarzschwäne. Rotorua war bereits im 19. Jh. als Kurort bekannt. Das imposante, schöne ehemalige Kurhaus (heute Museum) und die Blue Baths sind Zeugen dieser Zeit. Das jüngste Thermalbad ist das Polynesian Spa, und hier lassen wir es uns in den heißen Becken mit Blick auf den dampfenden See gut gehen.
Von Rotorua nach Auckland

So erholt, setzen wir unsere Reise am nächsten Tag fort, erreichen das kleine Städtchen Katikati, das für seine Murals (Wandmalereien) bekannt ist. Da fast alle Ortschaften und kleinen Städte in Neuseeland sich mehr oder weniger ähneln, versucht jedes, sich mit irgendetwas hervorzutun: Mal ist es eine Kneipe, die am südlichsten Punkt der Halbinsel, der Flussschleife, der vor zig Jahren eingestellten Eisenbahn etc. liegt, mal sind es die besten Fish and Chips auf der Südhalbkugel, mal das Australien nächstgelegene Restaurant, usw. usf.. Katikati liegt auch in einem großen Obstanbaugebiet. Bis in die 1980er Jahre lebten viele Menschen hier auch von der Kiwi-Produktion. Dann läuteten zwei Ereignisse den Niedergang ein, von denen sich der Landstrich bis heute nicht vollständig erholt hat: Einmal eine Krankheit, die die Kiwi-Büsche/Bäume befiel, und es gab einen enormen Preisverfall wegen des Einstiegs Europas, insbesondere Italiens, in den Kiwi-Anbau (alle bisher von uns gekauften Kiwis waren Italien-Importe). Langsam erholt sich dieser Zweig der Landwirtschaft, und deshalb haben wir hier das erste Mal Gelegenheit, Kiwi-Früchte aus Neuseeland zu kaufen. Am Tauranga Harbour, Heimat vieler Wasservögel, bleiben wir zwei Tage am Tanners Point, genießen das schöne Wetter und klönen mit den Einheimischen, die mit ihren Booten vom Angeln zurückkommen. Und wir werden wieder mal verwöhnt, erhalten einen frisch gefangenen Red Snapper, den unser Wohltäter sogar für uns filetiert - ein leckeres Abendessen! In Opoutere laden lange breite Sandstrände zum Spaziergang ein, die Coromandel-Halbinsel streifen wir nur am Rande. Bei Kaiaua, am Strand des riesigen Firth of Thames, laufen wir knirschend über unglaubliche Muschelberge, und spontan hebt Bettina das selbstauferlegte Muschelsammelverbot für einen Tag auf! Bei diesem reichhaltigen Angebot kann sie nicht widerstehen! Am Folgetag schließt sich der Kreis. Wir sind wieder am Startpunkt unserer Reise, in Auckland, angekommen.

Fazit:
Ja, Neuseeland hat uns sehr gut gefallen! Die freundlichen, aufgeschlossenen und hilfsbereiten Neuseeländer haben ihren Teil dazu beigetragen. Wir hatten sagenhaftes Glück mit dem Wetter (El Nino sei Dank, aber die Farmer waren unglücklich, und in anderen Teilen der Welt war es eine Katastrophe), was in dieser Weltgegend nicht selbstverständlich ist. Und die Sandflies haben uns nicht allzu sehr geärgert. Begeistert waren wir von der abwechslungsreichen Landschaft und der vielfältigen Pflanzenwelt, darunter subtropischer Regenwald, subantarktische Südbuchen, Mangroven, unsere geliebten Farnbäume sowie leuchtend blühende Gräser. Etwas davon hat uns während der gesamten Reise immer begleitet. Mit Recht darf sich auch Neuseeland die Grüne Insel nennen. Gefehlt haben uns die Tiere! Die Neuseeländer schütteln sich bei dem Gedanken an Australien – alles voller giftiger Spinnen, Schlangen, Steinfische, Krokodile, Schnabeltiere, dazu die ekelhaften Kängurus etc. - wir dagegen haben Australiens exotische Tierwelt vermisst. Das konnten auch die vielen gemütlichen Schafe und Rinder nicht wettmachen. Trotzdem erobert Neuseeland mühelos einen Platz im oberen Drittel unserer Lieblingsreiseländerliste. Zu einer Top-Nominierung reicht es allerdings nicht, denn das Land hat ein zunehmendes Massentourismusproblem: Mit Neuseeland assoziiert man (zumindest wir) auch: wenig Menschen, große Naturräume, Abgeschiedenheit, Einsamkeit. Zumindest Abgeschiedenheit und Einsamkeit wurden bereits dahingerafft, sie wurden Opfer der Touristenmassen, die inzwischen das Land überfluten, unsere eigenen Landsleute dabei ganz weit vorweg! Oder man muss mindestens 50 Kilometer Schotterpiste zwischen sich und sonstige Besucher bringen, denn die unglaublich vielen Mietwohnmobile dürfen auf solchen Straßen nicht fahren. Doch leider sind auch in Neuseeland Schotterpisten eine aussterbende Wegeform. Kein Scherz: Wenn man Fremde auf Deutsch anspricht, ist in vielen Landesteilen die Sprach-Trefferwahrscheinlichkeit höher als mit Englisch! Wir sind froh, Neuseeland jetzt noch bereist zu haben, denn es steht zu erwarten, dass der Tourismus weiter zunehmen wird – die Neuseeländer sind wild entschlossen, diese Industrie weiter auszubauen. Denn sie brauchen bei darbender Landwirtschaft händeringend den Tourismus, der bereits zur wichtigsten Einnahmequelle geworden ist. Doch oft ist die Infrastruktur schon heute dem Ansturm nicht mehr gewachsen. Trotzdem – immer noch haben wir abgelegene, wunderbare Orte zum Bleiben gefunden. Doch unser Rat lautet: Neuseeland-Pläne? Lieber heute als morgen!
 
Die letzte Woche in Auckland steht ganz im Zeichen von Aufbruch: Unser Wagen braucht eine Inspektion, muss gereinigt und für die Unterstellung vorbereitet werden. Wir machen Termine mit Verschiffungsagenten, schauen uns die Hallen an, die für die Unterstellung in Frage kommen, Flüge müssen gebucht und Koffer gepackt werden – die Zeit vergeht rasend schnell. Ab Herbst wollen wir unser bislang treues Vehikel wieder auf Heimatkurs steuern – und wie das geschehen soll, darüber im nächsten Bericht mehr! Bis dahin wünschen wir Euch und uns einen schönen Sommer!
 
Viele Grüße,
Bettina & Rolf
 
 
Maschen/Deutschland, im April 2016

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