Out of Mexico - Bettina & Rolf Sparthmann unterwegs!

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Hauptpostamt/Mexico City
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Out of Mexico
März/April 2018

Mexico City

Nur von kurzer Dauer ist dieses Mal unser Aufenthalt in der Heimat. Neben einigen wichtigen Dingen, die es zu erledigen galt, hatten wir auch eine gewisse Sehnsucht nach Winter, eine Jahreszeit, die wir seit über 10 Jahren nicht mehr kennengelernt haben. Auch haben wir es geschafft, Familie und Freunde wiederzusehen, worüber wir uns, wie immer, sehr gefreut haben. Unser Wunsch nach Winter wird übererfüllt: Noch am Tag unserer Abreise, am 29. März, fallen fast 10 cm Schnee! Glücklicherweise haben wir uns entschieden, mit der Bahn zum Flughafen zu fahren, denn es gibt natürlich ein Verkehrschaos. Chaos auch auf den Flughäfen Hamburg und Frankfurt ‑ Zehntausende von Reisenden wollen, genau wie wir, über Ostern in die Wärme fliegen. Entsprechend lang sind überall die Warteschlangen vor den Schaltern, und nur knapp erreichen wir unsere Flüge. Als wir trotz 12 h Flugdauer am späten Nachmittag des gleichen Tages Mexico City erreichen, herrschen dort immer noch 25 Grad, nachts kühlt es hier auf 2.400 m Höhe angenehm ab. Das von uns vorgebuchte Hotel liegt für Besichtigungen sehr bequem im Historischen Zentrum, außerdem in einer ruhigen Fußgängerzone. Da Frühstücken in meist gesichtslosen Hotelsälen nicht unser Ding ist, passt es sehr gut, dass sich genau gegenüber ein Restaurant befindet, in dem die Mexikaner speisen. Uns wird ein Tisch zugewiesen. Zu allererst, auch schon früh am Morgen, gibt es eine Schale mit scharf eingelegtem Gemüse, damit der Magen aufwacht. Kurz darauf dürfen wir uns von einer Kuchenplatte ein süßes Teilchen aussuchen ‑ passt prima zum Gemüse. Dazu gibt es ein leckeres Omelette mit Champignons, Schinken und Käse, dazu Bohnenmus (in Mexiko bei Mahlzeiten unverzichtbar) und Bratkartoffeln auf mexikanische Art. Das Ganze wird abgerundet mit einem Cafe con leche, den die freundliche Bedienung gekonnt aus 1 m Höhe ins Glas zelebriert. Wir sind wieder in Mexiko angekommen und fühlen uns sofort wieder wohl. Nun ist Mexico City mit über 25 Mio. Einwohnern kein Hort der Ruhe und nichts für Überängstliche: Die Luft ist verschmutzt, der Verkehr unglaublich, die Kriminalitätsrate geringfügig höher als in Maschen, die Stadt liegt in einer Erdbebenzone und nicht weit entfernt raucht ein Vulkan. Aber wir sind ja auch nicht zum Relaxen hier, sondern neugierig auf die hoch gelobten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Während des Fluges hat Bettina sich den Film „Frida“ (Leben der Frida Kahlo) angesehen. Das passte hervorragend, denn nicht zuletzt auch wegen der Werke dieser großartigen Künstlerin sind wir in Mexico City. Leider müssen wir jedoch erfahren, dass ihre Hauptwerke zurzeit für eine Ausstellung nach Mailand ausgeliehen sind! Also stürzen wir uns auf Fridas treulosen Gatten (den sie zweimal geheiratet hat), auf die Arbeiten des gleichfalls außergewöhnlichen Künstlers Diego Rivera. Frida allerdings war auch nicht ohne, hatte diverse Affären mit Frauen und Männern, u. a. mit Leo Trotzky, der 1936 einige Zeit im Haus von Diego Rivera lebte. Doch von Rivera später mehr.

Heute ist Karfreitag, und die Karwoche gehört zu den wichtigsten religiösen Feiertagen Mexikos. Viele Stadtbewohner nutzen die Zeit, um ans Meer zu fahren, aber dafür kommen Tausende von mexikanischen Touristen in die Stadt ‑ westliche Touristen sehen wir kaum. Entsprechend lang sind oft die Warteschlangen vor den Sehenswürdigkeiten. Wenn uns eine Warteschlange zu lang erscheint, gehen wir halt weiter zum nächsten Museum, Theater, Palast oder Kirche. Oder wir lassen uns einfach treiben, bummeln über Märkte und durch Parks. Auf dem Zocalo vor der Kathedrale verfolgen wir die sehr realistische Aufführung der Kreuzigungsgeschichte. Auf einem anderen Platz führen Gruppen in fantasievollen Federschmuck-Kostümen wilde Tänze zu Trommelklängen auf. In der Straße Cinco de Mayo gibt es wunderschöne Architektur von Kolonialgebäuden zu bewundern. Aber für eine kleine Verschnaufpause finden wir immer den Weg zurück zu „Jugos Canada“, wo wir uns mit frisch gepresstem Orangensaft (mit einer Art einarmigen Banditen handgepresst) erfrischen. Die „Dulceria de Celaya“ lockt mit kalorienreichen Leckereien und einer prächtigen Innenausstattung aus dem 19. Jh. und die Bar „La Opera“ mit prächtiger Holzdekoration samt Loch, das Pancho Villa während der Revolution im Siegestaumel und/oder Suff in die Decke schoss. Auf der Plaza de Tolsa, unter dem strengen Blick des Denkmalreiters Charles V, begeistert uns eine Rockband älterer Herren mit Songs aus ihrer und unserer Jugend, deren Instrumente und Verstärker wohl ebenso alt sind, wie Rolf demnächst zu werden droht. Verstärker brauchen bekanntlich Strom, und den holen sich die Jungs mit zwei Krokodilklemmen aus dem Fuß einer Straßenlaterne. Herrliches Mexiko – man liebt es oder man hasst es, es gibt fast nichts dazwischen! Die alte Aztekenhauptstadt Tenochtitlan wurde, zurückgehend in das Jahr 1325, auf Inseln im Texcoco-See errichtet. Nach der Eroberung durch die Spanier wurde dieser im Laufe der Jahrhunderte entwässert, es wurden Flächen aufgeschüttet und bebaut. In diesen alten Seeboden, ein weicher Untergrund, sinken seit langem immer mehr Gebäude. Das sehen wir besonders deutlich an den beiden Kirchen, die die Plaza de la Veracruz flankieren. Um sie vor dem Kollaps zu bewahren, mussten sie umfangreich mit Gerüsten gesichert werden. Dichtes Treiben herrscht auf dem Platz: Viele Leute tragen Kostüme aus Fantasiefilmen, wie Alice im Wunderland. Wer möchte, darf sich, gegen einen Obolus versteht sich, mit ihnen fotografieren lassen. Haben wir schon erwähnt, dass das Wetter super ist? Im Parque Alameda blühen die Jacaranda-Bäume, und in den vielen Springbrunnen baden Kinder. Zurück zu Diego Rivera: Direkt an der Plaza de la Solidaridad besuchen wir das ihm gewidmete „Museo Mural de Diego Rivera“, das Arbeiten und Fotos aus dem Leben des Künstlers zeigt. Auf dem riesigen Wandgemälde „Traum eines Sonntagnachmittags im Alameda-Park“ ist neben vielen anderen Personen der Zeitgeschichte auch Frida Kahlo verewigt. Rivera erschuf das Gemälde 1948 für die Lobby des Hotels Prado, das 1985 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Wundersamerweise blieb die Wand mit dem Gemälde erhalten und aufwändig ins neu geschaffene Diego Rivera Museum transportiert. Der Palacio de Bellas Artes mit seiner sehr schönen Jugendstil-Eingangshalle ist das Opernhaus der Stadt und den Platz davor dominieren Los Pegasos, Bronzestatuen in Gestalt geflügelter Pferde. Nun ist es nicht weit zum Casa de los Azulejos (Kachelhaus), dessen Äußeres und Inneres über und über mit Kacheln bedeckt sind. Das Haus beherbergt ein ebenfalls im Jugendstil gestaltetes Restaurant. Die Gäste werden mit klassischer Musik (klassisch auch die Besetzung: Stehgeige und Klavier) unterhalten, und auch wir genießen eine Weile die entspannte Atmosphäre.

Heute am Karsamstag steht ein Besuch des „Museo Nacional de las Culturas“ an. Es befindet sich im Palacio Nacional, der die gesamte 200 m lange Ostseite des Zocalo einnimmt. Dieser Platz war einst das Herz der Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan: Genau an diesem Ort befand sich der Palast des Aztekenherrschers Moctezuma (bei uns als Montezuma bekannt) und Cortes machte ihn nach der Eroberung des Aztekenreiches und Moctezumas Ermordung zu seiner ersten Residenz. Noch heute hat Mexikos Präsident hier seine Büros. Und hier treffen wir erneut auf Werke von Diego Rivera, die uns ungeheuer beeindrucken: Auf einem grandiosen, riesigen Panoramagemälde, das zwischen 1929 und 1935 entstand, hat Rivera einen mehrere Jahrhunderte umfassenden Ausschnitt der mexikanischen Geschichte in einer meisterhaften Komposition eingefangen, zurzeit leider eingerüstet. Mehrere große farbenprächtige Gemälde an den Wänden der Innenhof-Galerien zeigen das Leben der Azteken vor der Eroberung durch die Spanier. In weiteren Räumen des Museums ist eine Ausstellung über die Mixteken zu sehen, eine der untergegangenen mexikanischen Hochkulturen vor der Epoche der Azteken. Auch wenn wir die spanischen Beschreibungen nicht in Gänze verstehen, so machen die außergewöhnlichen Exponate unbedingt eine Besichtigung wert. Per Metro und Tren Ligero fahren wir zu einem in den Reiseführern hoch gelobten Ort, der sich für uns jedoch als Flop entpuppt: Es sind die „Schwimmenden Gärten“ im Stadtteil Xochimilco am südlichen Stadtrand von Mexico City, in dem noch nicht alle Reste des Sees aus der Aztekenzeit zugeschüttet wurden. Schwimmende Gärten, wie wir sie z. B. vom Inle Lake in Myanmar kennen, gibt es allerdings nicht mehr. Die Ufer der Kanäle sind mit meist hässlichen Gebäuden gesäumt, die Kanäle sind überfüllt durch bunte, kastenförmige, durch Staken fortbewegte Ausflugsboote. Dadurch kommt es immer wieder zu Staus und Karambolagen, was die meisten der schon jetzt angesäuselten Passagiere sehr lustig finden. Stellt Euch Spreewald mal 50, aber mexikanisch schrill-bunt mit mehr Alkohol vor, dann habt Ihr es! Wir sind nicht unglücklich, als der Bootsführer uns etwas übers Ohr haut und uns vor Ablauf der vereinbarten Zeit zur Anlegestelle zurückbringt. Mit Tren Ligero und Metro kehren wir ins Zentrum zurück, beschließen den Tag mit entspanntem Bummeln. Dabei kommen wir auch an den Ruinen des Templo Mayor, der wichtigsten Zeremonialstätte der alten Aztekenhauptstadt vorbei. Erst 1978, bei der Verlegung neuer elektrischer Leitungen, wurden sie wiederentdeckt. Und so gibt es auch mitten im Herzen von Mexico City 700 Jahre alte Ruinen zu bewundern.

Ostersonntag führt uns der Weg durch uns noch unbekannte Straßen zum 1856 errichteten „Palacio de Correos“, auch heute noch Zentralpostamt. Es ist außen und innen eine wunderschöne Guss- und Schmiedeeisenkonstruktion, die die Verschlüsse unserer Kameras heißlaufen lässt. Interessant ist auch die Skulpturen-Ausstellung in einem der Räume. Neben dem Alameda Park ist die Avenida Juarez heute für Fahrradfahrer, Skater und Fußgänger freigegeben, was intensiv genutzt wird. Vom mit Skulpturen geschmückten Patio Juarez haben wir einen guten Blick auf das „Monumento Benito Juarez“: Juarez ist der am meisten verehrte Präsident des Landes. Er erlangte in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Abschaffung zahlreicher Gesetze aus der Kolonialepoche und dem Verweis der katholischen Kirche in neue Schranken im Volk Unsterblichkeit. Wir bummeln entlang der Fußgängerzone Moneda mit zahlreichen Straßenhändlern. Zwei Polizisten auf einem Motorrad tauchen auf, ein Pfiff, und innerhalb von Sekunden raffen die Händler die Decken mit ihren Waren zusammen und verschwinden. Unlizensierter Straßenverkauf! In einer Seitenstraße finden wir ein kleines Restaurant für den Abend. Auf dem anschließenden Verdauungsspaziergang kommen wir der außerordentlich gekonnten Vorführung eines Puppenspielers vorbei, von der wir uns nicht losreißen können. Mexico City bietet dem Besucher an jeder Ecke etwas Neues!

Nach drei erlebnisreichen Tagen heißt unser Fazit: Wir sind begeistert von der Stadt, haben uns trotz anfänglicher Bedenken niemals unsicher gefühlt! Ein tolles Ziel für eine Städtereise, wären da nicht die 13 Stunden reine Flugzeit ab Hamburg.


Zur US-Grenze

Per Bus fahren wir ins ca. 200 km nördlich gelegene Queretaro, wo wir unseren Wagen Ende Februar mit einer kleinen, sehr überschaubaren Arbeitsliste in der dortigen MAN-Werkstatt zurückgelassen hatten. Rolf stellt allerdings am nächsten Tag fest, dass trotzdem einige Arbeiten gar nicht oder nur unzureichend ausgeführt wurden. Zum Glück haben wir uns für zwei Tage im Hotel Flamingo einquartiert (genau genommen auf dessen Rasen). Also verbringen wir noch einmal einen halben Tag in der Werkstatt. Aber dann ist alles technisch Notwendige für unsere Weiterreise erledigt, und wir können in aller Ruhe ein zweites Mal das historische Zentrum von Queretaro genießen. Anlässlich der Semana de las Culturas (Woche der Kulturen; in Mexiko findet man immer einen Grund für ein Fest) finden Umzüge statt, und Gruppen von Tänzern und Trommlern ziehen chaotisch aber prachtvoll durch die Straßen. Queretaro bietet qualitativ hochwertige Handwerkskunst an. Schon bei unserem letzten Besuch im April vorigen Jahres liebäugelten wir mit einer Keramikfigur, Reminiszenz an den „Dia de los Muertos (Tag der Toten)“. Und tatsächlich wechselt eine recht große (passt die noch in unsere Staukiste?) Figur den Besitzer. Die Senora packt uns das gute Stück sorgfältig ein, so dass wir hoffen, es heil nach Hause bringen zu können. Haben wir schon erwähnt, dass wir zu Hause anbauen müssen? Immerhin reist auch schon seit Jahren ein riesiger Tonelefant aus Laos mit uns, der zu Hause auch noch seinen Platz finden muss!

Da das Ziel dieser Reise Alaska ist, rollen wir nun zügig weiter Richtung Norden, mit San Luis Potosi als erstem Zwischenziel. Auf dem 20 km außerhalb gelegenen RV-Park werden wir vom Besitzer Pedro sehr freundlich begrüßt. Die 1592 gegründete Stadt war einst umgeben von heute erschöpften Gold- und Silberminen, doch bei der Suche nach Silberschmuck wird man auch heute noch schnell fündig. Uns gefällt die Stadt ausgesprochen gut, finden hier nach unserer Meinung die schönsten Plätze von ganz Mexiko. Auch die Architektur und Ausgestaltung der Kirchen sind außergewöhnlich. Von den Museen gefällt uns besonders das „Museo Nacional de la Mascara“. In dem einst privaten Palast sind Hunderte meist mexikanischer Masken, aber auch einige aus anderen Ländern, ausgestellt. Nachdem nun auch hier ein hübsches Souvenir (ein Sonne-Mond-Wandschmuck aus Holz, ein in Mexiko weit verbreitetes Symbol) in unseren Besitz übergegangen ist, beschließen wir einstimmig das Beenden weiterer Souvenirkäufe aus Platzmangel im Fahrzeug und zu Hause!!!

Zacatecas, eine weitere ehemalige Silberminenstadt, ist unser nächstes Zwischenziel. Ähnlich wie Guanajuato ist auch diese Stadt auf Hügeln errichtet, so dass es auf 2.500 m wieder mal sportlich auf und ab geht. Auch hier gibt es sehr schöne koloniale Architektur, und das Portal im Stil des Spanischen Barock der aus dem für die Region typischen rosa Sandstein erbauten Catedral Basilica de Zacatecas ist einmalig. Das Innere, einst wie das Äußere äußerst aufwändig ausgeschmückt, ist nach diversen "Schutzmaßnahmen" (Sicherstellung der wertvollen Gegenstände während der Revolution durch diverse Potentaten, ohne dass sie jemals wieder aufgetaucht wären) für mexikanische Verhältnisse äußerst schlicht. Doch San Luis Potosi hat uns besser gefallen.


Nach so vielen Stadtbesichtigungen sehnen wir uns nach ein wenig Ruhe. Also geht es immer weiter nach Norden und ab in die Chihuahua-Wüste (genau, aus dem Bundesstaat Chihuahua stammen die gleichnamigen Nackthündchen), in die Zona de Silencio, und hier ins Reserva de Biosfera Mapimi. Dabei verlassen wir hinter Fresnillo die Tropen, überqueren den Wendekreis des Krebses. Das heißt allerdings nicht, dass es nun kühler wird. Ganz im Gegenteil! Auf den Hochebenen auf 1.300 m empfangen uns 33 Grad. Zwei Tage stehen wir neben einer kleinen Rancho, haben den einfachen Campingplatz für uns allein und genießen die absolute Stille. Nur Akazien und Kakteen gedeihen hier, von denen viele prächtig blühen. Am 12. April erreichen wir die Grenzstadt Ojinaga, und wir verlassen Mexiko das vorerst letzte Mal ohne Probleme.


Fazit – diesmal das endgültige ;-):
Insgesamt waren wir 6 Monate in Mexiko, und sehr schnell haben wir Land und Leute lieben gelernt. Die Menschen, die uns begegnet sind, waren ausnahmslos freundlich und hilfsbereit, mit einer angenehm unkomplizierteren Lebensweise als unsere. Die Städte mit ihrer Kolonialgeschichte und bunten Märkten waren ein Hochgenuss, und die Vielfalt an Kultur und Traditionen hat uns überwältigt. Doch Pedro, der uns vor ein paar Tagen netterweise nach San Luis Potosi gefahren hat, sagte bei einer Gelegenheit: „In Mexiko ist alles möglich!“ Damit hat er die leider sehr dunkle Seite des Landes gelassen angesprochen, denn in Folge des Drogenhungers der nördlichen Nachbarn gibt es erschreckende Auswüchse physischer und politischer Gewalt: Mexiko: 21,5 Morde pro 100.000 Einwohner und Jahr; Deutschland: 0,8 Morde pro 100.000 Einwohner und Jahr. Hier kann man, zwar wie überall auf der Welt, aber mit besonders hoher Wahrscheinlichkeit zur falschen Zeit am falschen Ort sein. Wir hatten einfach Glück, waren immer am richtigen Ort. Die Beeinträchtigung unseres Reiseerlebens durch ein erhöhtes Gefahrenpotential hielt sich in Grenzen, betraf hauptsächlich eine sorgfältigere als üblich Routen- und Nachtplatzwahl. Inzwischen können auch wir nachvollziehen, warum einige Reisende immer wieder gern in dieses Land zurückkehren. Wir wissen schon jetzt, dass wir es, so, wie wir es kennengelernt haben, sofort nach seinem Verlassen vermissen werden. Mexiko – klarer Platz im oberen Viertel unserer Top-of-the-Pops-Länderliste!

Nun verlassen wir die Gefahrenzone, begeben uns in ein sicheres Reiseland, insbesondere in der Nähe von Schulen!
Äh – haben wir da was falsch verstanden!? Wir werden Euch berichten! Bis dahin viele Grüße,

Bettina & Rolf

Carlsbad/New Mexico-USA, im April 2018
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