Im Bärenland 1 - Bettina & Rolf Sparthmann unterwegs!

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Lockruf der Piste
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Im Bärenland Teil 1

Mai/Juni 2018

 
Von der US-Grenze nach Calgary/Alberta
Wir sind in Kanada angekommen. Die Provinz British Columbia haben wir bereits 2003 bereist, und dieser Teil des riesigen Landes hat uns damals gut gefallen. Nach Russland ist Kanada das zweitgrößte Land der Erde, aber auf fast 10 Mio. qkm leben nur 36,2 Mio. Menschen. Im Vergleich dazu: In Deutschland, auf nur 3,6 % der Fläche Kanadas, leben 82,5 Mio. Menschen (beide Angaben Stand Dez. 2016). Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass große Gebiete Kanadas aufgrund von klimatischen oder topografischen Gegebenheiten unbewohnbar sind. Also auf in die große Leere!?

Wir erwarten nicht, dass sich das Wetter mit Überqueren der Grenze bei Chief Mountain/Alberta schlagartig bessert, und das passiert auch nicht. In Pincher Creek versorgen wir uns mit kanadischen Dollars und einer neuen SIM-Karte. Hinter Coleman biegen wir auf die Forestry Trunk Road entlang der Ostseite der Rocky Mountains nach Norden ab. Eigentlich handelt es sich um eine recht ordentliche Piste der in Kanada allgegenwärtigen Holzwirtschaft (Logging Road), die aber durch die heftigen Regenfälle derart aufgeweicht ist, dass unser Auto in Nullkommanichts so eingesaut ist wie niemals zuvor. Später in Calgary werden wir einen Münz-Hochdruckreiniger mit 60 $ füttern müssen, um das Fahrzeug wieder einigermaßen sauber zu bekommen. Aber die Strecke entschädigt uns, sie ist wunderschön. Die bewaldeten Berge sind auf den Gipfeln mit Neuschnee bedeckt, die Schneegrenze messerscharf wie mit einem Lineal gezogen. Auf der gesamten Strecke befinden sich viele einfache Campmöglichkeiten, die jetzt am Wochenende stark frequentiert sind. Wir finden einen Platz und lernen Daniela und Bernd mit ihren zwei Kindern kennen. Sie sind vor elf Jahren nach Kanada ausgewandert und wollen auch nicht wieder zurück nach Deutschland. Abends am Lagerfeuer berichten sie von ihrem hiesigen Leben: Weniger hektisch, der Verdienst höher, die Krankenversicherung günstiger und die Steuern niedriger als in Deutschland. Und was hier viel mehr zähle, sei der Mensch, egal, welcher Hautfarbe oder Herkunft.

Wir verabschieden uns nach zwei Tagen und erreichen, nun  bei bestem Wetter, am selben Tag Calgary. Es ist nicht Albertas Hauptstadt (das ist Edmonton), aber als Wirtschaftsmetropole ist sie die größte Stadt und gilt neben Vancouver als das touristische Tor zu Westkanada. Der Campground liegt am Stadtrand in der Nähe des Canada Olympic Park, aber die City ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Das Wetter hat sich sehr gebessert, so dass wir trockenen Fußes im Sonnenschein die Stadt erkunden: Die Ausstellung im Glenbow Museum über Indianer- und Inuitkultur, aber auch die private Fotosammlung der Frieda Kahlo - beides sehr sehenswert. Der Devonian Garden im 4. Stock eines Einkaufskomplexes ist hübsch angelegt und bietet eine grüne Oase zwischen all dem Glas und Beton, von dem Calgary als Wirtschaftszentrum einer sehr wohlhabenden Ölprovinz reichlich vorzuweisen hat. Einige Stunden verbringen wir im Heritage Park, ein Museumsdorf, für das aus ganz Kanada Gebäude aus dem 19. Jahrhundert demontiert und hier wieder aufgebaut wurden. Innerhalb des riesigen Geländes fahren wir mit einer historischen Eisenbahn, gezogen von einer Dampflok aus den 1940er Jahren. Im Amusement-Park sind einige alte Fahrgeschäfte aufgebaut, darunter auch ein Kettenkarussell aus Deutschland von 1923. Das weckt Erinnerungen, und Bettina fährt mutig mit! Für die Karussellachse hat der Hersteller ursprünglich den Mast eines deutschen Kriegsschiffs aus dem 1. Weltkrieg verwendet, doch aus Sicherheitsgründen wurde dieses Bauteil vor einigen Jahren ausgetauscht. Einige werden sich vielleicht noch an die „Raupe“ auf dem Dom erinnern: Verliebte warteten sehnsüchtig darauf, dass sich endlich das Stoffverdeck der wild im Kreis herumrasenden Fahrmaschine über sie stülpte und sich nicht so schnell wieder öffnete – hier in Calgary kann man immer noch gut im Dunkeln munkeln! In den USA haben wir keine größere Stadt besucht, und wir hatten gewisse Zivilisationsmangelerscheinungen, bis hin zu dem Wunsch, in guten Restaurants einmal wieder ausgezeichnet essen zu gehen. Doch nach soviel Großstadt - und die große Leere haben wir in Calgary nicht entdeckt - sind wir nun wieder bereit für die Natur.


Banff National Park
Da der Banff und auch der Jasper National Park weltweit bekannte Reiseziele sind, erwarten wir keine Einsamkeit. Was sich allerdings an einigen Sehenswürdigkeiten abspielt, übertrifft unsere Befürchtungen dramatisch! Alles begann 1883, als drei Eisenbahnarbeiter an den Hängen der Rocky Mountains eine heiße Quelle entdeckten, die der Kern von Kanadas erstem Nationalpark wurde. Auf diesem Flecken entstand Banff, heute auf 1,384 m die höchst gelegene Stadt Kanadas und zur Hochsaison ein Tourismustollhaus: Neben einigen Dutzend Hotels gibt es mehr als 1000 Stellplätze auf drei riesigen Campingplätzen. Doch jetzt im Mai gibt es noch keine Probleme, einen der hübsch im Wald gelegenen Plätze zu bekommen. Niedliche Erdmännchen düsen um uns herum, und Hirsche und sogar ein Fuchs lassen sich sehen. Wir erkunden den Ort und die Umgebung, können auch hier unser Mandarin aufpolieren und lassen uns mit Blick auf die Rockies im 39 Grad warmen Wasser der „Upper Hot Springs“ einweichen. Doch dann geht es zur Sache: Auf dem Trans Canada Highway verholen wir zum Lake Louise. Nur mit viel Glück finden wir auf dem wirklich riesigen Parkplatz einen Stellplatz für unseren Wagen. Er herrscht Sahnewetter, und am Südende des von Gletschern gespeisten smaragdgrünen, auf 1.731 m liegenden Sees drängeln sich die Menschen – Fotografieren fast unmöglich. Dem können wir jedoch leicht entfliehen, indem wir am Ostufer bis zum Seeende laufen. 2003 sind wir zum Teehaus hinauf marschiert und haben uns mit dem berühmten Blaubeerkuchen für den Gipfelsturm belohnt, aber das hat noch geschlossen. Als Ersatz möchten wir im Nobelhotel „The Fairmont Chateau Lake Louise“ High Tea genießen, aber wir werden abgewiesen: Die Terrasse ist Hotelgästen vorbehalten! Die können uns mal, gibt es eben leckeren Kaiserschmarrn aus der heimischen Küche! Das Überfüllungsdrama wiederholt sich an diesem Tag gleich noch einmal: Wir wollen zum auf 1900 m liegenden, scheinbar wunderschönen Gletschersee Moraine Lake im „Valley of the Ten Peaks“ hinauffahren. Schon am Anfang der 15 km langen Zufahrtstraße werden wir abgewiesen: Parkplatz full. Ja, genau so, denn die Flut auch deutscher Urlauber hat beim Servicepersonal für eine gewisse Sprachgewandtheit gesorgt. Wir sollen morgen gaaanz früh wiederkommen. Das tun wir und hören: Parkplatz full! Wir blasen die Backen auf: Um den Spruch ein zweites Mal zu hören, wären wir bestimmt nicht zu dieser äußerst unchristlichen Zeit aus den Federn gekommen! Man schaut uns mitleidig an und winkt uns durch – in der Erwartung, uns in 30 Minuten wiederzusehen. Doch wir haben unglaubliches Glück: Ein Wohnmobil räumt im Moment unseres Eintreffens seinen Platz! Es ist kühl und windig, doch die Sonne scheint und gibt dem See trotz der zum Teil noch vorhandenen Eisschicht ein magisches Türkis. Viele Wanderwege führen um den See herum, doch die, die etwas Einsamkeit versprechen, dürfen nur mit mindestens vier Personen begangen werden - um Bären und Menschen zu schützen, und zwar in dieser Reihenfolge. Bei Zuwiderhandlung drohen 5.000 $ Strafe.


Saskatchewan River und Jasper National Park
Der Jasper National Park, der 1907 gegründet wurde, schließt fast nahtlos an den Banff National Park an. Auf dem 230 km langen „Icefields Parkway“, eine Straße, die der Hauptgebirgskette der Kanadischen Rocky Mountains folgt, fahren wir weiter nach Norden, überqueren mit 2.088 m den Bow Summit als höchsten Pass. Auf ihm laufen wir auf einem teils noch mit Schnee bedeckten Pfad zum Aussichtspunkt über dem wegen seines tief blau-türkisfarbenen Wassers fast kitschig wirkenden Peyto Lake vor der Kulisse eines fantastischen Bergpanoramas.

Bevor wir tiefer in den Jasper National Park hineinfahren, biegen wir auf der Suche nach einem ruhigen Nachtplatz auf den David Thompson Highway zum Saskatchewan River ab. Auch hier springen uns die nicht enden wollenden toten braunen oder auch grauen Nadelwälder in die Augen. Wir erfahren später, dass die Hauptschuld an diesem Desaster der Borkenkäfer trägt, dessen Ausbreitung nach Meinung vieler Kanadier von Seiten der Forstbehörden wie auch der Forstwirtschaft nicht energisch genug entgegengetreten worden ist. Jetzt ist es zu spät, der gesamte Westen Kanadas, mit Ausnahme einiger weit im Norden liegenden Regionen, ist bereits befallen. Entlang des Saskatchewan Flusses, der auch der Namensgeber der gleichnamigen kanadischen Provinz ist, bieten sich viele kostenlose Campmöglichkeiten, denn weite Abschnitte des Ufers liegen in einer Provincial Recreation Area, also auf Staatsland. Wir folgen einer recht holperigen sandigen Piste am Fluss entlang und finden einen prima Platz für die Nacht. Als wir am nächsten Morgen vor die Tür treten, sehen wir Bärenspuren neben unserem Wagen. Wir denken sofort an die ABBGs (Allgemeine Bison- und Bärengefahren; die Bisons kann man hier im kanadischen Süden allerdings streichen) und nehmen auf unserer kleinen Wanderung eine Bärenglocke mit. Aber die wird bei dem heftigen Wind sowieso kein Bär hören! Außerdem sind Bärenglocken out! Bärenspray (im Format von Mini-Feuerlöschern), das man überall kaufen kann, ist der letzte Schrei. Jedenfalls ist uns etwas mulmig, und wir kehren zur Bärenabschreckung lauthals singend („Hoch auf dem gelben Wagen“) bald zum Wagen zurück.

Die bekannteste Attraktion des Jasper National Park ist wohl das „Columbia Icefield“, das größte, 260 qkm umfassende Eisfeld der Rockies, ein Überbleibsel der letzten Eiszeit. Drei seiner Gletscher sind von der Strasse aus zu sehen, von denen der bekanntest der 4,8 km lange „Athabasca Glacier“ ist. In den letzten 125 Jahren hat sich der Gletscher ständig zurückgezogen und die Hälfte seines Volumens verloren. Wir schauen uns den Gletscher nur aus der Ferne an, denn eine Besichtigungstour in Spezialbussen, die das Eis befahren, hat uns schon 2003 nicht gefallen. Die Wasserfälle Sunwapta und Athabasca liegen auf dem Weg zu unserem Zielort Jasper. Auf einer Nebenstrasse treffen wir auf einer Brücke über den Athabasa River auf eine Gruppe von Motorradfahrern in Seitenwagengespannen. Wir steigen aus, um eine Runde zu schnacken, vermuten, dass es sich um eine Gruppe von Liebhabern dieser heutzutage etwas exotischen Fahrzeuge handelt. Weit gefehlt: Ein findiger Unternehmer hat eine Marktlücke entdeckt und bietet zahlungskräftigen Kunden Ausflüge mit Fahrer an - und alle sind begeistert! Am Eingang des Campgrounds in Jasper hat sich bereits eine Wohnmobilwarteschlange gebildet – das kennen wir doch schon! Die Hook-up Plätze mit allen Anschlüssen, die der moderne Wohnmobilist so braucht (Wasser, Abwasser, Strom, Kabel-TV) sind schnell belegt, aber einfache Stellplätze gibt es noch, und mehr brauchen wir nicht. Wir nutzen Jasper als Standort, um einige Arbeiten zu erledigen wie Wäsche waschen und einkaufen. In einem sehr gut sortierten Supermarkt wandern lange vermisste Lebensmittel wie Pumpernickel, Schwarzbrot, Leberpastete, geräucherter Lachs und Käsefondue in unseren Einkaufswagen - in der nächsten Zeit können wir nicht verhungern. Vor einem Restaurant sehen wir auf einer Tafel den Hinweis: „Hier kein WiFi, redet miteinander!“ Wie erfrischend!


Auf dem Yellowhead Highway über Prince George nach Hazelton
Kurz hinter dem 1.133 m hohen Yellowhead Pass erreichen wir die Provinz British Columbia. Hier gilt nun Pacific Time, die Uhr wird eine Stunde zurück gestellt, und morgen dürfen wir eine Stunde länger schlafen. Die fast 4.000 m hohen Berge der Columbia- und Rocky-Mountains mit ihren schneebedeckten Gipfeln sind nun unsere ständigen Begleiter auf dem Weg durch eine wunderschöne Landschaft nach Prince George, die letzte größere Stadt vor dem Treck in den hohen Norden. Aber niemand soll unserem Reiseführer glauben, der uns suggerieren will, hier gäbe es die letzte Einkaufsmöglichkeit. Wir finden später weit im Norden in winzig kleinen Ortschaften bestens sortierte Supermärkte – u. E. ein Hinweis darauf, dass Reiseführer oft nur noch per Internet-, aber nicht durch Vorort-Recherche aktualisiert werden. So lassen sich noch Sätze finden wie „…. in unserem Jahrhundert…“, gemeint ist das 20., oder „…. decken Sie sich mit genügend Filmmaterial ein ….“! Die freundlichen Damen im Visitor Center sind uns sehr behilflich bei unseren Recherchen nach einer Fährverbindung, die uns im Spätsommer von Alaska zurück nach Kanada bringen soll. Es ist allerhöchste Zeit, denn viele Termine sind bereits ausgebucht. Die Stadt selbst ist nicht sehr attraktiv und am Sonntag ziemlich ausgestorben, ja, geradezu tot. Lediglich auf einem kleinen Farmersmarket werden gesunde Lebensmittel und allerlei Esoterisches angeboten. Später stellen wir fest, dass fast alle Einwohner in der am Sonntag geöffneten großen Mall flanieren.

Auf der Fortsetzung der Fahrt auf dem Yellowhead Highway verlassen uns vorerst die schneebedeckten Berge, und wir erreichen die weite Seenplatte des Interior Plateau. Im kleinen Ort Vanderhoof besuchen wir ein Museumsdorf mit Gebäuden aus den 1920er Jahren. Das "OK Cafe" aus dieser Zeit ist immer noch in Betrieb und berühmt für die leckeren Pies, die hier frisch gebacken werden - wir können nicht widerstehen. Auf dem Campground am Frazer Lake ist es regnerisch und kühl. Also gibt es zur Belebung der Lebensgeister heißen Kakao mit einem Schuss Drambuie. Am nächsten Morgen klopft ein Buntspecht uns wach: Wir sollen endlich aufstehen, die Sonne scheint! Die riesigen Moskitos sind von der nächtlichen Kälte noch zu schlaff zum Stechen, wir werden verschont. Hazelton, richtigerweise: The Hazeltons besteht aus drei Ortschaften: South, New und Old Hazelton. Wir folgen unseren Spuren von 2003 und fahren zum Ksan Campground. Dort erwartet uns eine Überraschung: Der Campground feiert 50jähriges Jubiläum und alle, die schon einmal hier übernachtet haben, zahlen nur die Hälfte. Dass wir als Deutsche hier 2003 schon einmal waren, ist so hahnebüchen, dass man uns sofort glaubt! Der Platz liegt sehr hübsch im Grünen am Bulkley River und ist von den Hazelton Mountains umgeben, deren Gipfel nun wieder schneebedeckt sind. Die Mini-Ortschaft Old Hazelton hat sich ihr Ambiente des frühen 20. Jahrhunderts bewahrt. Doch sowohl dieser Ort als auch die umliegenden machen einen trostlosen Eindruck. Wir unterhalten uns mit einer Einwohnerin indianischer Herkunft, die sich darüber beklagt, dass der Lachsbestand immer weiter zurückgeht, denn vom (saisonalen) Lachsfang leben die Menschen hier immer noch ganz wesentlich. Die eigentliche Attraktion der umliegenden Indianerdörfer sind die alten Totempfähle, von denen einige noch sehr gut erhalten sind, andere sogar in jüngerer Vergangenheit neu errichtet wurden. Totempfähle erinnern an Verstorbene, erzählen die Geschichte einer Familie, repräsentieren die Stellung einer Familie innerhalb der Stammesgemeinschaft oder berichten über besonders einschneidende singuläre, den ganzen Stamm beeinflussende Ereignisse. Sie haben keinen religiösen Bezug.


Auf dem Cassiar-Stewart Highway nach Stewart und Hyder/Alaska
Bei Meziadin Junction setzen wir den Blinker nach links und sind auf dem Weg nach Stewart am Nordende des Portland Canal. Trotz des nicht gerade umwerfenden Wetters begeistert uns die Fahrt entlang der schneebedeckten Berge und Gletscher und durch schmale Canyons. Die Eismassen des Bear Glacier erreichten zu Beginn des 20. Jh. noch den gegenüberliegenden Berghang, an dem die alte Strasse hoch über uns noch zu sehen ist, und durch das abgeschmolzene Eis hat sich der Strohn Lake vor dem Gletscher gebildet. Entlang des Bear River erreichen wir schließlich Stewart. Der kleine Ort hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die wir uns in dem kleinen, mit zahlreichen Fotos und Gegenständen ausgestatteten, Museum von der Kuratorin erläutern lassen. Ab dem Goldrausch zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Stewart ein ständiges Auf und Ab. Auf dem Höhepunkt des Runs lebten ca. 10.000 Menschen hier, heute sind es nur noch ca. 450. Sowohl Stewart, als auch der unmittelbar angrenzende Ort Hyder in Alaska haben immer eine (wirtschaftliche) Einheit gebildet, die bis heute (in sehr stark eingeschränktem Maße) fortbesteht. Beide Orte liegen am Portland Canal, mit 145 Kilometern viertlängster Fjord der Welt, der hier am Südende des Alaska Panhandle die natürliche Grenze zwischen Alaska und Kanada bildet. Die Minenaktivitäten wurden auf kanadischer Seite auch nach Abebben des Goldrausches erfolgreich fortgesetzt: Gold, Silber und Kupfer. Nur 65 km nördlich von Stewart hat erst 2017 eine neue Goldmine mit 500 Beschäftigten ihre Produktion aufgenommen, die schätzungsweise 18 Jahre produktiv bleiben soll. Doch die alten Zeiten sind vorbei: In Stewart merkt man nichts von den 500 Menschen, die dort arbeiten – keine Bars, Puffs, schicke Läden etc., denn die Minengesellschaft hat direkt neben der Mine eine eigene kleine Stadt mit allem Komfort erbaut. Trotzdem profitiert auch Stewart davon, denn alles Gerät wird hier angelandet. Erfolgreiche Transportunternehmen geben den Einwohnern ein gutes Auskommen – und einiges an Lärm, denn ständig landen und starten große Transporthubschrauber auf dem kleinen Flugfeld am Hafen. Wir erkunden den kleinen Ort und die nähere Umgebung. Das macht hungrig, und deshalb bestellen wir im „Hotel King Edward Inn“ für jeden von uns Spare Ribs. Es hätte uns klar sein müssen, dass eine Portion für uns beide für zwei Mahlzeiten reicht. Macht nichts, der Rest wird eingepackt. Das Eis zum Nachtisch auf der Bank vor einem Café ist auch sehr lecker und tropft, zwar bei Sonne, aber 14 C Lufttemperatur auch nicht so schnell vom Hörnchen. Die Einwohner sind freundlich und immer zu einem Schnack aufgelegt. Der Ort hat Charakter und gefällt uns.

Um nach Hyder zu gelangen, überqueren wir die Grenze nach Alaska. Wir sind also wieder in den USA. Hi Donald, wir sind's wieder!! US-Grenzkontrollen gibt es keine, trotz der Tatsache, dass man den US-Amerikanern, wenn man in ihr Land will, auch ohne üble Nachrede wohl eine gewisse Paranoia nachsagen darf. Die ungewöhnliche Gelassenheit ist einfach zu erklären: Hyder kann man, zumindest auf dem Landweg, nur über Kanada erreichen und auch nur nach Kanada wieder verlassen. Es gibt keine Anbindung an das übrige Alaska. Hyder hat es nicht so gut getroffen wie die Nachbarn auf kanadischer Seite: Der geringe Mineralienreichtum in dem schmalen Alaska-Landstreifen hat nicht für ein dauerhaftes Überleben als Stadt gereicht – der Ort ist heute mehr oder weniger eine Geisterstadt, nur noch ca. 100 Menschen leben hier. Also stimmt wohl, was man so an Geschichten erzählt: Dass nämlich in Hyder mehr Bären als Einwohner leben sollen. Unsere Geschichte dazu: Kurz hinter der Grenze hält Rolf an, Bettina steigt aus, läuft zurück, um ein Foto vom Auto mit dem Willkommensschild zu machen. Danach geht sie entspannt zum Auto zurück, ja, warum auch nicht? In dem Moment schaut Rolf in den Rückspiegel, sieht 5 m hinter ihr, genau an der Stelle, an der sie vor wenigen Sekunden das Foto gemacht hat, einen Bär die Straße queren. Rolf auf der Zinne, Bettina total entspannt: Bär, wo ist ein Bär?! Doch der interessiert sich nicht für Bettina. Wahrscheinlich will er heimlich über die Grenze, weil er seinen Pass nicht dabei hat!

Nun in Alaska, folgen wir weiter unseren Spuren vom August 2003. Wir fahren zunächst zum Fish Creek, wo sich zwischen Juli und September die Bären versammeln, um Lachse kurz vor und nach dem Laichen zu fangen. Das Spektakel haben wir 2003 erlebt, nun ist es aber noch zu früh im Jahr. Wir folgen der Straße durch den „Tongass National Forest“ und erreichen bald die Piste entlang des Salmon River hinauf zum Salmon Glacier. Bis vor drei Tagen war sie wegen Schnee noch gesperrt, und auch heute müssen wir immer wieder durch tiefen Schnee fahren - gut, dass wir so große Räder haben. Durch die Schneeschmelze ist die Piste aufgeweicht, die Löcher sind unangenehm tief, und wir werden heftig durchgeschüttelt. Endlich erreichen wir den höchsten Punkt und damit unseren Nachtplatz vom August 2003. Der Blick auf den Salmon Gletscher unter uns ist immer noch überwältigend, obwohl er in den 15 Jahren seit unserem ersten Besuch sichtbar geschrumpft ist. Im oberen Bereich beträgt die Gletscherbreite immerhin noch 1,3 km. Wir beschließen, in dieser atemberaubenden und auch einschüchternden Umgebung, die aus einem Film stammen könnte, erneut die Nacht zu verbringen. Dunkle Wolken ziehen auf, und die ganze Nacht prasseln Regen und Hagel auf uns nieder. Aber am nächsten Morgen begrüßen uns nicht nur die Sonne, sondern auch Schneehühner und Murmeltiere, und der vom Cambria Icefield hinab fließende Gletscher zeigt sich uns noch einmal in seiner vollen Pracht. Eigentlich wollen wir noch die wenigen Kilometer bis zum Pistenende bei der stillgelegten Mine fahren, aber der Weg dorthin ist noch tief verschneit – zu gefährlich, einfach hindurchzupflügen. Die Rückfahrt nach Stewart ist dann etwas zeitaufwändiger, denn im Gegensatz zu den Amis lassen die Kanadier auch in dieser abgelegenen Ecke niemanden ohne Kontrolle in ihr Land.


Telegraph Creek Road
Von Stewart geht es zurück zum Cassiar Stewart Highway und auf ihm weiter nach Norden. Auf dieser Strecke ist sozusagen der Bär los, denn immer wieder hoppeln sie vor uns über die Straße. Dabei haben die Mütter immer ein wachsames Auge auf ihren Nachwuchs …. und auf uns. Die Sonne scheint, und die Bären machen sich über eine offensichtliche Lieblingsspeise her, „Pusteblumen“, verblühter Löwenzahn. Auf dem Stikene Plateau erreichen wir den wirklich winzigen Ort Dease Lake und sind sehr überrascht, hier einen sehr gut sortierten Supermarkt vorzufinden. Wir nutzen die Chance und versorgen uns, denn wir sind auf dem Weg nach Glenora, einer Geisterstadt am Ende der Telegraph Road, in der zurzeit des Goldrausches einst 5.000 Menschen lebten. Die 120 km lange Telegraph Road ist eine Sackgasse und gleichzeitig eine sehr gut gepflegte Piste am Stikine River, der mal neben uns, mal tief unter uns fließt, denn die Piste folgt jedem Schlenker der Natur. Wir erreichen den fast 100 km langen „Canyon of the Stikine“, mit bis zu 300 m hohen Felswänden, zum Teil mit wunderschönen Basaltformationen. Am Zusammenfluss von Tahltan und Stikine River liegt ein Fishcamp der Tahltan Indianer. Die Häuser sind jetzt verwaist, denn die Bewohner leben dauerhaft in dem Dorf Telegraph Creek und kehren erst während der Lachs-Migration zum Fischfang hierher zurück. Auf Hinweistafeln lesen wir, dass der Bestand der Chinook-Lachse stark abgenommen hat, so dass diese in diesem Jahr nicht gefangen werden sollen: 2017 wurden nur 8.300 zum Laichen flussaufwärts wandernde Lachse gezählt, während der Durchschnitt der 10 Jahre davor bei 22.000 jährlich lag. Die Sockey-Lachse ziehen später durch, und erst dann soll mit dem Fischfang begonnen werden. Für einen Friedhof haben sich die Tahltan-Indianer einen exponierten Platz oberhalb des Canyons mit Blick auf die Coastal Mountains ausgewählt. Ob die Verstorbenen noch etwas davon haben – wer weiß das schon? Wir durchfahren die wenig einladende Indianersiedlung Telegraph Creek und erreichen 20 km weiter Glenora, ebenfalls ein altes Fishcamp und ein weitab gelegener Ort. Am Ufer des Stikine River machen wir Camp. Noch vor vier Tagen liefen wir am Salmon Gletscher dick eingemummelt mit Jacken und Mützen herum, hier nun sitzen wir gemütlich in kurzen Hosen und ärmellosem T-Shirt am Flussufer in der Sonne und schwitzen. Auch die hübschen großen Schmetterlinge, die wir niemals in diesen subarktischen Zonen vermutet hätten, freuen sich über das sonnige Wetter, und blühende Wildrosen lassen uns an ihrem Duft teilhaben. Auch die Telegraph Creek Road hat eine bewegte Vergangenheit: Primär war sie im 19. Jahrhundert eine Versorgungspiste für eine, wie der Namen vermuten lässt, Station einer Telegrafenleitung über Fernost-Russland nach Europa. Die ging nie in Betrieb, weil das erste Transatlantik-Unterseekabel schneller am Markt war. Zur Goldrauschzeit war sie gemeinsam mit dem Stikine River ein weiteres Einfallstor zu den Goldfeldern am Klondike. Und so ist sie eine Sackgasse, und wir müssen diesen Weg auch wieder zurück nehmen. Aber sie war den langen Weg wert.


Watson Lake
Zurück auf dem Cassiar-Stewart Highway gibt es wieder einige Bärenbegegnungen. Die Kleinen sind wirklich total süß, jedenfalls vom sicheren Auto aus gesehen. Unterwegs besuchen wir den winzigen Ort Jade City mit gerade einmal 12 (in Worten: zwölf) Einwohnern, der sich selbst als Jade-Welthauptstadt tituliert. Die hier in einem Store mit Schrottplatzcharakter (überall liegt altes und unbrauchbares Minengerät herum; den Schrott zu entfernen, kann bei den hiesigen Transportkosten niemand bezahlen) angebotene Jade wird von der Bunce-Familie seit 40 Jahren in einer 120 km entfernt liegenden Mine abgebaut. Der „Cassiar Mountain Jade Store“ bietet so ziemlich alles an, was man aus Jade herstellen kann und niemand benötigt: Vom winzigen Bärenanhänger bis zum Waschbecken ist alles zu haben. Zurzeit wird eine Reality TV-Serie („Jade Fever/Jade Fieber“) in der Mine, aber auch im Shop gedreht. In ihm hängt ein Schild an der Wand, dass man lächeln solle, da man möglicherweise gefilmt wird. Vielleicht tauchen wir demnächst im Kanadischen Fernsehen auf?
 
Mit 1500 Einwohnern ist Watson Lake die drittgrößte Stadt im Yukon und weltweit bekannt für den „Sign Post Forest“, den Schilderwald. Alles begann, als im Jahr 1942 der heimwehkranke US-Soldat Carl Lindley hier am Alaska Highway ein Schild mit der Entfernung zu seiner Heimatstadt in Illinois/USA anbrachte. Und damit löste er eine Kettenreaktion aus, die noch kein Ende gefunden hat: Immer mehr Menschen folgten und folgen seinem Beispiel, so dass die Zahl der Schilder inzwischen auf über 80.000 angewachsen ist. Immer wieder werden neue Pfähle zum Anbringen neuer Schilder und mittlerweile auch anderer Gegenstände aufgestellt. Als Carl Lindley im Jahr 1992, 50 Jahre später, Watson Lake wiederbesuchte, hat er sich wohl nicht träumen lassen, dass durch seine Aktion einmal eine (seit 2013 offizielle) „Yukon Historic Site“, eine Historische Gedenkstätte entstehen würde. Im Visitor Center, das wir inmitten des Schilderwaldes finden, erhalten wir kompetente Antworten auf all unsere Fragen, außerdem Tonnen von Informationsmaterial über das Yukon Territorium. Unser Nachtplatz auf einer Wiese am Flughafen mit Blick auf den Watson Lake ist sehr schön.
 
Watson Lake liegt am legendären Alaska Highway, über dessen Bau wir uns im Visitor Center einen Film anschauen. Alles begann 1941 mit der Bombardierung von Pearl Harbour durch die Japaner. Um den Nordwesten der USA und Kanadas ggf. gegen eine japanische Invasion verteidigen zu können, sollte schnellstens eine Straßenverbindung für den militärischen Nachschub von Dawson Creek (damals nördlichster Punkt des kanadischen Eisenbahnnetzes) nach Fairbanks/Alaska gebaut werden, eine Strecke von immerhin 1500 Meilen, 2450 Kilometer durch unerschlossene Wildnis. Der Bau begann am 8.3.1942, gleichzeitig im Nordwesten und Südosten und wurde in einer ersten Ausbaustufe nur 8 Monate später beendet. Mehr als 11.000 US Soldaten und 16.000 Zivilpersonen waren an dem Bau beteiligt und schafften es, unter schwierigsten Bedingungen täglich 8 Meilen durch den Busch voranzutreiben: Bereits am 25.9.1942 trafen die Bautrupps aufeinander. Am 20.11.1942 wurde der Highway offiziell für das Militär und ab 1948 für die Öffentlichkeit freigegeben. Da der erste Highway nur eine extrem raue, den Unbilden der Natur gegenüber sehr anfällige Piste war, wurde sie mehr durch Sperrungen und Unterbrechungen als durch ihre Eigenschaft als robuster Nachschubweg bekannt. Die US Public Road Administration überarbeitete die Piste und Brücken ab 1943 und verwandelte sie in einer zweiten Ausbaustufe in eine zweispurige Schotterpiste. Ab 1964 wurde sie zu einer Allwetterstraße ausgebaut und an vielen Stellen begradigt, so dass von den einstigen 2450 km nur noch 2390 km übrig geblieben sind. Heute ist es eine ganz normale Straße ohne besonderes Flair, und wir versuchen, sie zu meiden, unseren Weg nach Norden auf Alternativstrecken zu finden.


Robert Campbell Highway und Canol Road South
Skagway in Alaska ist unser nächstes Ziel. In Watson Lake überlegen wir hin und her, ob wir einen ca. 500 km langen Umweg auf uns nehmen wollen, um einen Teil des Robert Campbell Highway und der Canol Road zu befahren. Die Canol (Canada Oil) Road war eine Servicestraße für eine Pipeline, die, zeitgleich mit dem Alaska Highway, mit Kraft mal Hebelarm ebenfalls in kürzester Zeit durch die Wildnis getrieben wurde. Sie transportierte Öl aus Feldern in den Northwest Territories zu einer Raffinerie in Whitehorse, von der aus die Bautrupps des Alaska Highway mit Treibstoff versorgt wurden. Heute wird die Straße nur noch wenig gepflegt, ist abgelegen und damit also besonders kribbelnd und reizvoll. Wir entscheiden uns für den Umweg, und wir haben es nicht bereut. Der Robert Campbell Highway ist eine sehr gut gepflegte Schotterstraße, die mit jedem Fahrzeug mit etwas Umsicht problemlos befahren werden kann und die uns durch wunderschöne, fast unberührte wilde Landschaften führt. An der Kreuzung Robert Campbell Highway/Canol Road fahren wir zunächst nach Ross River, eine kleine, sehr trostlose Gemeinde der Kaska Dena Indianer. Wir erkundigen uns bei der Polizei nach dem Zustand der Canol Road, die bei schlechtem Wetter unbefahrbar sein soll: Der (vielleicht interessantere) Nordteil ist zurzeit wegen Brückenbauarbeiten leider gesperrt, auf dem Südabschnitt allerdings sei alles trocken - und so machen wir uns auf in die kanadische Einsamkeit. Die fantastische Landschaft und die traumhaften Nachtplätze in den nächsten Tagen gehören uns allein. Na ja, fast allein. Denn wir teilen sie mit Elchen, Bären, Stachelschweinen, Hörnchen und Moskitos. Tatsächlich sehen wir hier unsere ersten Elche (Mutter mit Nachwuchs); die Bären ziehen sich schnell in den Wald zurück, wenn sie uns bemerken; die niedlichen Hörnchen spielen an unseren Nachtplätzen über unseren Köpfen; und gegen die Moskitos können wir uns schützen (wir haben immer noch die in Europa verbotenen Hammer-Mückensprays aus Australien dabei), so dass auch der Aufenthalt im Freien kein Problem darstellt. Die Piste: Solange alles trocken ist, genügt ein etwas hochbeinigeres Fahrzeug, nach Regen aber würde es mit Sicherheit „spaßig“ werden. Nach vier Tagen erreichen wir bei Johnsons Crossing wieder den Alaska Highway. Im südlichen Seengebiet, in das wir nun kommen, sind die großen Seen alle durch Flüsse miteinander verbunden – eine gewaltige Wasserlandschaft inmitten von Bergen. Vor dem kleinen Ort Carcross liegt das kleinste Dünengebiet der Welt, dass uns lediglich wegen seiner landschaftlichen Lage beeindruckt: Mini-Sandwüste vor verschneiten Bergen. Wir schauen uns den kleinen, heute vom Tourismus lebenden Ort an und treffen auf Drews aus Reinbek. Mit ihm verbringen wir den Abend und finden beim Klönen heraus, dass wir viele gemeinsame (Reise-)Bekannte haben. Die Welt ist klein! Drews ist passionierter Angler und lädt uns zum leckeren Hechtessen ein. Das Wetter ist prima, und wir sitzen lange draußen, denn es ist hell und warm, und es gibt viel zu erzählen.

Auf der Tagish Road und dem Klondike Highway nach Skagway
Die Fahrt am nächsten Tag auf dem Klondike Highway nach Süden beschert uns eine ungewöhnlich beeindruckende Landschaft – ständig müssen wir anhalten, um die Verschlusstemperatur unserer Kameras hochzuhalten ;-). Wir passieren erneut die Grenze nach Alaska, und diesmal werden unsere Pässe von den Amerikanern kontrolliert. Wir haben nun Alaska-Time, wieder eine Stunde früher, 10 Stunden Differenz zur Heimat. Kurz hinter der Grenze steigt die Straße auf 1000 m empor, und die Abfahrt ins Skagway Valley ist einfach nur spektakulär. Schließlich erreichen wir Skagway, doch darüber erfahrt Ihr alles in unserem nächsten Bericht.

Bis dahin viele Grüße, Bettina & Rolf

Dawson City/Kanada, im Juli 2018

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